Axel-Springer-Neubau

Berlin 2017/2018

Architektur (Entwurf): OMA, Rotterdam
Architektur (Ausführung): KEC, Berlin
Tragwerksplanung: Wetzel & von Seht, Hamburg/Berlin
Auftraggeber: Ed. Züblin AG, Stuttgart/Hamburg

Im historischen Zeitungsviertel von Berlin baut die Axel Springer SE ihre neue Zentrale für die digitalen Medien der Zukunft. Im Inneren des lichtdurchfluteten Gebäudes von Rem Koolhaas liegt ein bis zu 30 m hohes Atrium, um das sich die Büroflächen bis zum 5. Obergeschoß terrassenförmig gruppieren. Ab dem 6.OG vergrößern sich die Geschoßflächen wieder zur Dachdecke über dem 10. OG. Entsprechend werden 5 Geschosse an das sogenannte Transfertragwerk  im 10.OG angehängt, um die Lasten auf die wenigen grundfestem Stützen und Wände zu verteilen.

Neben einigen Brücken im Atrium plant, liefert und montiert die verbundhochdrei GmbH hier das komplette Transfertragwerk, das aus geschoßhohen Fachwerkträgern und bis zu 2 Meter hohen Verbundträgern besteht. In Summe werden ungefähr 1000 t Stahl verbaut.

Eine Besonderheit ist das Aktivieren des Tragwerks. Hierbei werden die Zugstützen, die im Bauzustand auf Gerüsten auflagern, mittels hydraulischer Pressen an das Transfertragwerk herangezogen. Erst dieser Vorgang ermöglicht es, die Raumgerüste im Atrium auszubauen und die Größe des Gebäudes im Inneren zu erleben.

Die Fluchtröhre

Ein weiteres Highlight ist die Fluchtröhre, die die öffentlich genutzte Dachfläche mit dem 8.OG verbindet. Ursprünglich als räumliche Fachwerkkonstruktion geplant, wurde diese – in Zusammenarbeit mit Stahlbau Göttler – als echte Röhre mit 3,15 m Durchmesser aus 8 mm Stahlblech ausgeführt und in zwei Segmenten geliefert und eingehoben.